Die UNO führte in 2005 den 27. Januar als „Holocaust Remembrance Day“ ein. Bereits seit 1996 wird in der Bundesrepublik Deutschland der „Tag des Gedenkens an die Opfer lässt nationales Nationalsozialismus“ begangen. Den Grundstein für diese Erinnerungskultur legte das israelische Parlament, der Knesset, mit seiner Entschließung vom April 1951.
Die Türkei & der armenische Genozid: Vor einem Paradigmenwechsel?
Zum Abriss freigegeben: Das Denkmal für die „armenisch-türkische Freundschaft“ in Kars
Der türkische Ministerpräsident Erdoğan versteht es, verbal zu polarisieren. Vor etlichen Monaten drohte er, die sich illegal in der Türkei aufhaltenden Bürger Armeniens, mehrheitlich Frauen, auszuweisen. Die Reaktionen waren erwartungsgemäß heftig.
Anfang Januar 2011 war es wieder einmal so weit. In Kars, unweit von der türkisch-armenischen Grenze gelegen, sagte Erdoğan bei einem öffentlichen Auftritt: „In der Nähe des Grabmals (türbe) von Hasan Harakani [dieser ist im 11. Jh. dort gefallen] hat man ein sehr seltsames, erstaunlich hässliches (Türkisch: ucube) Ding aufgestellt. Natürlich ist nicht daran zu denken, dass dort, wo künstlerisch wertvolle Stiftungsbauten sich befinden, so etwas steht. Unser Bürgermeister wird rasch das Notwendige tun (…) Hoffentlich werden wir bei unserem nächsten Besuch [in Kars] das auch sehen. Das Umfeld des ucube wird in Gemeineigentum überführt und dort wird ein schöner Park errichtet“ (Radikal, 9.1.2011).
Der „inform(ation)elle Krieg“ um Berg-Karabach
Der Konflikt um Karabach ist trotz zahlreicher Vermittlungsbemühungen, darunter auch der Minsk-Gruppe der OSZE, nach wie vor virulent (s. unseren Beitrag „Berg-Karabach-Konflikt: Wie weiter nach dem OSZE-Gipfel in Astana?„).
Es gibt auch einen elektronischen Aspekt beim Karabach-Konflikt. Dazu gehören neben Angriffen auf armenische Webseiten durch aserbaidschanische Hacker – hinter denen hartnäckig das politische Baku vermutet wird – und Gegenreaktionen auch Internetportale, die die jeweiligen Positionen transportieren. Zum armenisch-aserbaidschanischen Cyberkrieg hat auch Eurasianet geschrieben.
ADK 150 erschienen
ADK 150, die aktuelle Ausgabe der Armenisch-Deutschen Korrespondenz, Organ der Deutsch-Armenischen Gesellschaft (DAG), ist erschienen!
Einzelexemplare können gegen Rechnung erworben werden (7,- € zzgl. Porto (Inland) / 9,- € zzgl. Porto (Ausland)). Interessenten möchten sich bitte direkt an die Schriftleitung der ADK, Dr. Raffi Kantian <R.Kantian@t-online.de>, wenden.
Wer an einem ADK-Abonnement interessiert ist, lädt das Aboformular von der Webseite der DAG herunter bzw. kontaktiert die Schriftführerin der DAG, Dr. Susanne Dibbelt <Dibbelt@t-online.de>.
Doğan Akhanlı – freigelassen, aber nicht freigesprochen
Doğan Akhanlı wurde am 8. Dezember auf freien Fuß gesetzt und darf das Land verlassen, aber sein Prozess wird im März 2011 fortgesetzt. Das ist ein erfreulicher Tag für ihn, aber auch für seine vielen Freunde und Unterstützer.
Berg-Karabach-Konflikt: Wie weiter nach dem OSZE-Gipfel in Astana?
Der NATO-Gipfel in Lissabon verabschiedete am 20. November 2010 eine Erklärung. Neben einer Vielzahl von Problemen wurde unter Punkt 35 auch auf den Berg-Karabach-Konflikt eingegangen.
Aserbaidschan: Wie man Wahlen richtig organisiert
Die aserbaidschanischen Parlamentswahlen fanden am 7. November statt.
Schon im Vorfeld gab es zahlreiche Beschwerden der Opposition. Sie warf den Machthabern vor, den Kandidaten die Zulassung zu verweigern und die Sendezeiten drastisch zu kürzen. Der Wahlkampf wurde von 45 auf 21 Tage gekürzt. Kandidaten hatten auch nur noch die halbe Zeit zum Sammeln der mindestens 450 Unterschriften für ihre Registrierung.
Vernissage: Aghet – Der vergessene Völkermord
Am 01.12.2010 findet im Lew Kopelew Forum in Köln die Vernissage zur Ausstellung
Aghet – Der vergessene Völkermord
Armin T. Wegner
Fotografien 1915/16
01.12. bis 17.12.2010
statt. Der Eintritt ist frei.
Bitte entnehmen Sie die Details den beiden PDFs:
Vernissage zur Ausstellung Aghet – Der vergessene Völkermord

Gut geschützte Hintermänner im Hrant-Dink-Prozess
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