In diesen Tagen diskutiert das politische Berlin, ob bei der Plenardebatte am 24. April im Deutschen Bundestag um den Völkermord an den Armeniern das Wort „Völkermord“ von der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD überhaupt in den Mund genommen wird und wenn ja, es in der Endfassung einer zu verabschiedenden Resolution auftauchen wird.
Berliner Dom: Gedenkgottesdienst in Erinnerung an den Völkermord von 1915
Demo in Berlin: Gegen Vergessen! Für Anerkennung!
Mit ihrem neuen Aufruf und ihrem neuen Flyer wendet sich „Genozid 1915 – Initiative Deutschland“ an die Öffentlichkeit:
Aufruf zur Demonstration am Samstag, dem 25. April, 14:00 Uhr, in Berlin, Treffpunkt vor dem Bundeskanzleramt, Paul-Löbe-Allee, von „Genozid 1915 – Initiative Deutschland“:
Vor genau 100 Jahren fand der Völkermord an den Armeniern statt – im Osmanischen Reich, durch das jungtürkische Regime.Seit genau 100 Jahren schweigt Deutschland – nicht zuletzt wegen der unrühmlichen Rolle des Deutschen Kaiserreichs beim Völkermord.
1,5 Millionen Armenier, Hunderttausende Aramäer/Assyrer und Pontosgriechen – sie wurden Opfer dieses ersten Völkermords des 20. Jahrhunderts in Europa.
Seither erzwingt der eine das Schweigen und der andere schweigt. Was wiegt schwerer?
Doch eins ist klar: Unmöglich ist zu schweigen. Die Wunde sitzt tief – selbst nach 100 Jahren, nach mehreren Generationen.
Unmöglich ist das Rad der Geschichte zurückzudrehen, aber verpflichtend die Auseinandersetzung mit der Geschichte!
Kommt, Ihr Armenier, Aramäer/Assyrer, Pontosgriechen!
Kommt, Ihr Menschen guten Willens!
Gegen Vergessen! Für Anerkennung!
Kontakt: demo@genozid1915.de
„Genozid 1915 – Initiative Deutschland“ hat bereits am 26. Februar 2015 im Berliner Abgeordnetenhaus eine Gedenkveranstaltung durchgeführt.
Eine weitere wird es am 24. April 2015 in der Paulskirche zu Frankfurt (Main) geben.
Darüber hinaus betreibt „Genozid 1915 – Initiative Deutschland“ eine eigene Webseite http://www.genozid1915.de und verfügt über einen Facebook-Auftritt https://www.facebook.com/genozid1915.
Die aktive Armenische Jugend: „Lichterzug der Vergessenen“
Ein Aufruf der „aktiven Armenischen Jugend“:
Wir rufen alle Armenier, Aramäer/Assyrer, Pontosgriechen und alle Menschen guten Willens dazu auf, am Donnerstag, dem 23. April 2015, ab 21:00 Uhr vom Berliner Dom aus mit uns zum Brandenburger Tor zu gehen. Dabei werden wir Grabkerzen in unseren Händen halten und diese am Zielort in Form von „1915“ niederlegen. Anschließend wird es am Brandenburger Tor eine Kundgebung geben. Sie wird sich über Mitternacht hinaus bis in den 24. April hinziehen.
Kontakt: aktive-armenische-jugend@hotmail.com
Neuausrichtung der EU-Armenien Beziehungen
Der – nicht ganz freiwillige – Beitritt Armeniens zur Eurasischen Wirtschaftsunion EEU (s. unsere Dokumentation) wird im Westen vielfach als eine Distanzierung von Europa wahrgenommen, interpretiert.
Die Grenzen, die Armenien durch diese Entscheidung gesetzt sind, bedeuten freilich ganz und gar nicht, dass Armenien keine Kontakte zum Westen haben möchte. Die bis auf die Paraphierung sehr erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen mit der EU mit dem Ziel der Assoziierung sind Beleg des grundsätzlichen armenischen Interesses an Europa.
An Inconvenient Genocide
Geoffrey Robertson QC (Kronanwalt (Queen’s beziehungsweise King’s Counsel, Abkürzung QC beziehungsweise KC) ist in letzter Zeit neben Amal Clooney als Vertreter der Republik Armenien im Fall Perincek ./. die Schweiz medial aufgefallen. Bedeutsamer ist, dass er dem Gerichtshof der UNO für Kriegsverbrechen in Sierra Leone vorstand.
Seine Beschäftigung mit dem Völkermord an den Armeniern reicht weit zurück. Sein Policy Memorandum „Was there an Armenian Genocide?“ an das Foreign & Commonwealth Office Großbritanniens aus 1999 unterstreicht das nachdrücklich.
ADK 166 erschienen
ADK 166, die aktuelle Ausgabe der Armenisch-Deutschen Korrespondenz, Organ der Deutsch-Armenischen Gesellschaft (DAG), ist erschienen!
Einzelexemplare können gegen Rechnung erworben werden (7,- € zzgl. Porto (Inland) / 9,- € zzgl. Porto (Ausland)). Interessenten melden sich per Mail an info@deutscharmenischegesellschaft.de.
Wer an einem ADK-Abonnement interessiert ist, lädt das Aboformular von der Webseite der DAG herunter bzw. kontaktiert den Schriftführer der DAG unter <info@deutscharmenischegesellschaft.de>. Wir möchten Sie auch auf unser attraktives Prämiensystem hinweisen.
Hrant Dink Stiftung: Zwei Tagungen zu 1915
Dass die politische und wissenschaftliche Auseinandersitzung mit 1915 und den Folgen in der Türkei nicht der Staat leistet, ist hinreichend bekannt. Mehr noch: Die willkürliche und vollkommen ahistorische Setzung der sog. Gallipoli-Gedenkfeiern auf den 24. April hatte – wie die internationale Gemeinschaft sehr rasch erkannte – ein einziges Ziel: Die Gedenkfeiern in Armenien zu torpedieren.
„1915: Aghet – Die Vernichtung“ – Eine neue Ausstellung der Deutsch-Armenischen Gesellschaft
Das Gedenkjahr 2015 ist für die Deutsch-Armenische Gesellschaft ein besonderer Anlass für vielfältige Aktivitäten.
Parallel zu Tagungen, Veranstaltungsreihen und Vorträgen legen wir Wert auf Ausstellungen. Eine Ausstellung „1915-2015: Armenische Architektur und Genozid“ haben wir bereits erstellt. Sie ist in Burg Katlenburg der Öffentlichkeit vorgestellt worden, diese Tage wird sie in der VHS Siegen ausgestellt, weitere Termin werden folgen. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.
Die Europäische Volkspartei EVP verabschiedet Genozidresolution
Die größte Parteienfamilie im Europäischen Parlament EP ist die Europäische Volkspartei (EVP), auf Englisch European People’s Party (EPP). Sie setzt sich aus christlich-demokratischen und konservativ-bürgerlichen Mitgliedsparteien aus der gesamten Europäischen Union zusammen.
Die DAG-Ausstellung “1915: Aghet – Die Vernichtung” im Ratshof der Stadt Halle (Saale)
Das Ku
ltusministerium von Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale) veranstalten „in bewegung – in motion շարժման մեջ – Armenische Kulturtage in Sachsen-Anhalt 2015„, die am 8. Mai feierlich eröffnet werden. Darauf werden wir hier noch separat eingehen.
Zu den zahlreichen Kooperationspartnern von „in bewegung – in motion շարժման մեջ – Armenische Kulturtage in Sachsen-Anhalt“ gehört auch die Deutsch-Armenische Gesellschaft.
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