Veranstaltungen zum Völkermord an den Armeniern in Ulm

VHS ULMDer Völkermord an den Armeniern ist das Oberthema einer Veranstaltungsreihe der Volkshochschule Ulm in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Armenischen
Gesellschaft und der Wiedergründungsplattform Ulm.

Sie fängt am 23. Januar 2015 an und erstreckt sich bis zum 29. März 2015. Sie umfasst insgesamt acht Veranstaltungen.

Der Reihe ist das Zitat „Wir werden keine Armenier mehr irgendwo in Anatolien dulden“ des osmanischen Innenministers Talat Pascha vom August 1915 vorangestellt. Im anschließenden Exposé heißt es des Weiteren: „Im November 1914 trat das krisengeschwächte Osmanische Reich in den Ersten Weltkrieg ein. Wesentlicher Bestandteil der nationalistischen, »pantürkischen« Politik war die sog. »ethnische Homogenisierung« des Vielvölkerreichs. Ethnische Minderheiten, zunächst vor allem nicht-muslimische Gruppen, gerieten ins Visier einer bald schon tödlichen Politik. 1915 begannen die Attacken gegen die Armenier. Mit beispielloser Gewalt trieben Schergen der Regierung die Angehörigen der christlichen Minderheit in Todesmärschen in Richtung Süden. Dabei und in weiteren Massakern starben mehr als eine Million Menschen. Der Genozid an den Armeniern war der erste millionenfache Mord des 20. Jahrhunderts. Er ist ein Völkermord, den die Türkei bis heute noch immer nicht offiziell als Genozid anerkennt. Er war aber gleichzeitig nur der Auftakt zu einer Politik der Kontinuität in Bezug auf die »ethnische Homogenisierung« der Türkei.“

Die Einzelheiten der Veranstaltungsreihe können hier nachgelesen werden. Die Informationen zur Tagung „Armenische Identität 1915-2015. Gewalt, Geschichte, Gegenwart“ – sie ist Teil der Veranstaltungsreihe der VHS Ulm – der Evangelischen Akademie Bad-Boll und ihrer Kooperationspartner befinden sich auf der Webseite der Akademie.

 

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