4. November

Wir laden Sie ein am Montag, 4. November 2002, 19.30 Uhr, in die Hessische Landesvertretung, In den Ministergärten 5, 10117 Berlin, zum Vortrag von

Uwe_Halbach

Dr. Uwe Halbach

Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit der SWP in Berlin

über das Thema

„Russland und der Westen im Kaukasus –
Miteinander oder gegeneinander?“

Die Veranstaltung wird von Herrn RA Stefan Taschjian geleitet.

Die Hessische Landesvertretung befindet sich zwischen Brandenburger Tor (im Norden) und Potsdamer Platz (im Süden) sowie zwischen Ebertstraße / Tiergarten (im Westen) und Wilhelmstraße (Osten) und ist am besten mit der U2 sowie der S-Bahn, jeweils Haltestelle Potsdamer Platz, erreichbar.

Dr. Uwe Halbach, geboren 1949, Studium in Köln von 1970 bis 1976; Promotion über mittelalterliche Geschichte Russlands; von 1986 bis 2000 Mitarbeiter des Bundesinstituts für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln; seit 2001 am Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin (Forschungsgruppe Russland und GUS). Forschungsgebiete: Kaukasien und Zentralasien, Islam in postsowjetischen Gesellschaften, Russland und der „Kaspische Raum“.

Zum Thema: Nach dem 11. September 2001 kam es zur Ausweitung westlicher Sicherheitspolitik am instabilen Südrand des „postsowjetischen“ Raums. Obwohl quantitativ weit hinter der Stationierung ausländischen Militärs in zentralasiatischen Staaten zurückstehend, hat die Intensivierung amerikanischer Stabilitätspolitik im Südkaukasus (train and equip-Programm in Georgien u.a.) die stärkere Reaktion in der russischen außen- und sicherheitspolitischen Publizistik provoziert. Russland reagiert auf geopolitische Veränderungen im Südkaukasus offensichtlich weit sensitiver als im östlichen Teil des weiteren „Kaspischen Raums“. Zwischen den Konfliktlandschaften im Süd- und Nordkaukasus und damit entlang der Grenze zwischen Russland und den unabhängig gewordenen südkaukasischen Staaten bestehen kritische Schnittstellen wie das Pankisi-Tal und andere „no go areas“. Wie ist angesichts dieser Konfiguration eine internationale Stabilisierungspolitik für den konfliktgeplagten Kaukasus denkbar? Wie interagieren Russland und der Westen (Europa, USA) in der Region?