22. Januar

Wir laden Sie ein am Dienstag, 22. Januar 2002, 19.30 Uhr, in die Hessische Landesvertretung, In den Ministergärten 5, 10117 Berlin, zum Vortrag von

Dr. Rainer Freitag-Wirminghaus
Deutsches Orient-Institut Hamburg

über das Thema

„Der Südkaukasus und die türkische Kaukasuspolitik nach dem 11. September und dem Afghanistankrieg“

Die Veranstaltung wird von Herrn RA Stefan Taschjian geleitet.

Die Hessische Landesvertretung befindet sich zwischen Brandenburger Tor (im Norden) und Potsdamer Platz (im Süden) sowie zwischen Ebertstraße / Tiergarten (im Westen) und Wilhelmstraße (Osten) und ist am besten mit der U2 sowie der S-Bahn, jeweils Haltestelle Potsdamer Platz, erreichbar.

Dr. phil. Rainer Freitag-Wirminghaus studierte Islamkunde, Turkologie und Völkerkunde an der Universität Hamburg. In den Jahren 1986/87 war er Mitarbeiter des Orient-Instituts Beirut der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. Seit 1989 ist er am Deutschen Orient-Institut Hamburg tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Türkei, der Kaukasus und Zentralasien. Von ihm liegen zahlreiche Veröffentlichungen über die Region vor, so der Sonderbericht „Geopolitik am Kaspischen Meer. Der Kampf um neue Energieressourcen“, Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien, Köln, 1997. Er war einer der Referenten der DAG-Tagungen „Armenien und der Kaukasus im Umbruch“, Hamburg, 1998, und „Armenien, Aserbaidschan, Georgien – Sicherheit durch Allianzen?!“, Berlin, 2000, und Autor des Beitrags „Aserbaidschan und die Türkei – Eine ‚Bruderbeziehung’ im Wandel“ im Sammelband „Armenien – Geschichte und Gegenwart in schwierigem Umfeld“, Deutsch-Armenische Gesellschaft, Frankfurt am Main, 1998.

Zum Thema: Der Krieg in Afghanistan schafft nicht nur in Zentralasien eine neue Situation, auch der Südkaukasus sieht sich – wenn auch in geringerem Maße – neuen Herausforderungen gegenüber. Im Zuge der russisch-amerikanischen Kooperation im Kampf gegen den Terrorismus werden nicht nur in Tschetschenien, sondern auch in Berg-Karabach von aserbaidschanischer Seite Separatisten mit Terroristen gleichgesetzt. Während Aserbaidschan für die USA an Bedeutung gewinnt, hält der russische Druck auf Georgien an, und neue Spekulationen über eine Ausweitung der militärischen Kooperation zwischen der Türkei, Georgien und Aserbaidschan machen die Runde.