13. Mai

Wir laden Sie ein am Montag, 13. Mai 2002, 19.30 Uhr, in die Hessische Landesvertretung, In den Ministergärten 5, 10117 Berlin, zum Vortrag von

PD Dr. theol. habil. Haçik R. Gazerian
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

über das Thema

„Anatomie einer Vernichtung.
Die Armenische Kirche unter Stalin“

Die Veranstaltung wird von Herrn Vartkes Alyanak geleitet.

Die Hessische Landesvertretung befindet sich zwischen Brandenburger Tor (im Norden) und Potsdamer Platz (im Süden) sowie zwischen Ebertstraße / Tiergarten (im Westen) und Wilhelmstraße (Osten) und ist am besten mit der U2 sowie der S-Bahn, jeweils Haltestelle Potsdamer Platz, erreichbar.

PD Dr. habil. theol. Haçik R. Gazerian, geboren 1963 in Istanbul, studierte nach dem Abitur in seiner Heimatstadt Ev. Theologie zunächst in Bethel, später in München und Tübingen. Im WS 1992/93 promovierte er mit einer Arbeit über die Reformbestrebungen in der Armenisch-Apostolischen Kirche im ausgehenden 19. und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Seit April 1994 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Im WS 2000/2001 erfolgte daselbst die Habilitation und die Erlangung der Lehrbefugnis für das Fach Kirchengeschichte. Er ist Hauptmitarbeiter des Projekts „Die armenischen Bildungseinrichtungen im Kaukasus und Subkaukasus in den gesellschaftlichen Wandlungsprozessen des 19. und 20. Jh.“ sowie Gründungsmitglied der „Gesellschaft für das Studium des Christlichen Ostens (GSCO)“.

Zum Thema: Im Vortrag wird es um die Geschichte der Armenischen Apostolischen Kirche in Sowjetarmenien in den Jahren 1920 bis 1938 anhand von Archivmaterialien gehen. Auf dem Territorium Sowjetarmeniens lagen das geistliche Zentrum der Armenischen Kirche, das Katholikosat Aller Armenier mit dem Sitz in Etschmiadzin, und die Diözesen Ararat, Schirak sowie Siunik. Die Religionspolitik des sowjetarmenischen Staates, seine Religionsgesetzgebung und die in deren Folge ausgeübten Repressalien und Verfolgungen der Armenischen Kirche in Sowjetarmenien sowie die Aktivitäten des „Bundes der Militanten Gottlosen“ bilden Schwerpunkte der Ausführungen.